Gewalt, Recht und Wirtschaft in der Vormoderne
Ein maßgeblicher Faktor der regionalen Identitätsbildung ist der Bezug auf die Hanse. Dieses Motiv der populären Geschichtswahrnehmung muss am aktuellen Forschungsstand zur Hanse als historischem Phänomen gemessen werden. Ebenso soll von Mecklenburg ausgehend zu dieser Forschung beigetragen werden.
Im frühen 21. Jahrhundert erleben wir einen bemerkenswerten Aufschwung der Forschung im Bereich der Hansegeschichte. Dabei stehen rechtliche, wirtschaftliche und kulturgeschichtliche Fragen im Mittelpunkt. Hier soll das Rostocker Zentrum anknüpfen mit Arbeiten insbesondere zum Stellenwert der Gewalt in der städtischen und hansischen Politik wie in der kaufmännischen Praxis. Dabei wird die Hanse grundsätzlich als von inneren Konflikten geprägt verstanden, Gewalt nicht als äußere Bedrohung des angeblich friedlichen Handels, sondern als integraler Bestandteil des kaufmännischen Lebens.
